Schwarze Ruhr-Uni http://schwarzerub.blogsport.de Anarchie an der RUB Tue, 09 Jul 2019 20:39:17 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 19&21.07 – 1936: Erinnerung und Lernen aus der anarchistischen Revolution in Spanien http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/09/1921-07-1936-erinnerung-und-lernen-aus-der-anarchistischen-revolution-in-spanien/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/09/1921-07-1936-erinnerung-und-lernen-aus-der-anarchistischen-revolution-in-spanien/#comments Tue, 09 Jul 2019 20:30:03 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/09/1921-07-1936-erinnerung-und-lernen-aus-der-anarchistischen-revolution-in-spanien/

Die Spanische Revolution 1936

Vom 19.-21. Juli jährt sich die Soziale Revolution 1936 in Spanien. Eines der wohl bedeutsamsten Ereignisse in der anarchistischen Geschichte. Tausende von selbstverwalteten Betrieben und Landkommumen entstanden – teilweise wurden Geld und Eigentum abgeschafft. Gleichzeitig fand der geschichtlich größte Kampf der Arbeiter*innenbewegung gegen den Faschismus statt.
In Deutschland gibt es zu diesem wichtigen Anlass leider kaum Erinnerung, daher organisieren die Schwarze Ruhr-Uni und die Bochumer Sektion der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) hierzu zwei Veranstaltungen. Sie finden im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2, Bochum) statt.

19. Juli um 17.30 Uhr – Film Libertarias und Diskussion zu Revolution(en)

Am 19.07.2019 zeigt die Schwarze Ruhr-Uni den Spielfilm Libertarias.
Der Film erzählt die Erlebnisse von Anarchistinnen während der Revolution. Themen sind vor allem der bewaffnete Kampf gegen die Faschist*innen unter Franco und die Revolution allgemein, aber auch Hierarchien innerhalb der anarchistischen Bewegung, wie der teils sehr präsente Sexismus damals. Der Film wird auf Spanisch mit englischen Untertitel (an andere Versionen ist es leider sehr schwer heranzukommen) gezeigt.
Anschließend wird es eine offene Diskussion über diese und andere freiheitliche Revolutionen sowie ein kleines Spiel geben.

Mehr Infos zur Schwarzen Ruhr-Uni hier: schwarzerub.blackblogs.org

21. Juli um 17.00 Uhr – Abend der Kollektivbetriebe

Am 21.07.2019 wird die FAU erst Filmauschnitte zu den Kollektivierungen von Betrieben während der Revolution zeigen. Hierbei wird es vor allem darum gehen, wie die Kollektivbetriebe damals konkret organisiert waren. Anschließend folgt ein Vortrag über Kollektivbetriebe in der Gegenwart, z.B. über die Betriebsföderation Union-Coop.

Kontakt zur FAU Sektion Bochum: faubo-kontakt(at)fau.org

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Queer Handeln wieder zur Bedrohung machen – Queeranarchistischer Aufruf zur Teilnahme am CSD in Bochum http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/08/queer-handeln-wieder-zur-bedrohung-machen-queeranarchistischer-aufruf-zur-teilnahme-am-csd-in-bochum/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/08/queer-handeln-wieder-zur-bedrohung-machen-queeranarchistischer-aufruf-zur-teilnahme-am-csd-in-bochum/#comments Mon, 08 Jul 2019 20:07:32 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/07/08/queer-handeln-wieder-zur-bedrohung-machen-queeranarchistischer-aufruf-zur-teilnahme-am-csd-in-bochum/

CSD – Stonewall was a Riot

Am 20.07.2019 gibt es in Bochum den ersten Christopher Street Day (CSD) seit 1997. Der CSD erinnert an den Riot in der Christopher Street in New York City 1969, wo sich LGBTIAQ+1 gegen die Repression der Polizei wehrten und einen Ausgangspunkt der modernen LGBTIAQ+ Bewegung schufen. Der CSD in Bochum steht passend unter dem Motto: „Stonewall was a Riot“.

Der Soziale Krieg gegen LGBTIAQ+

Es gibt den liberalen Mythos, LGBTIAQ+ sei inzwischen gleichberechtigt. Dabei werden weltweit weiterhin Millionen LGBTIAQ+ Menschen ermordet, verhaftet, vergewaltigt oder erfahren andere Formen von Gewalt. Darüber hinaus erleben sie ökonomische und andere Formen von Unterdrückung. Auch das vermeintlich „liberale“ Deutschland ist weiterhin an der Verfolgung und Ermordung von LGBTIAQ+ Personen beteiligt, z.B. durch das mutwillige Ertrinken lassen von Menschen im Mittelmeer, der staatlichen Unterstützung faschistischer (Terror-)Gruppen oder von queerfeindlichen Regimen. Dies ist kein Fehlverhalten des demokratischen Staates, sondern eine Bedingung für dessen Existenz. Neben der staatlichen Repression schadet die allgegenwärtige Hetero- und Mononormativität, Transfeindlichkeit, und die (binäre) Geschlechter-Ordnung LGBTIAQ+ in allen Lebenssituationen.
Teile der LGBTIAQ+ Bewegung sind inzwischen in Staat, Kapitalismus und Patriarchat integriert. Dabei werden Menschen im Stich gelassen und gefährdet. So wurden dieses Jahr in Hamiliton (Kanada) mehrere queere Anarchist*innen verhaftet, weil sie die dortige Pride gegen rechte Übergriffe verteidigten. Ein*e Genoss*in, Chedar, ist weiter in Haft. Das zeigt warum queere Selbstverteidigung nur gegen und nicht mit dem Staat stattfinden kann.

Für die anarchistische-queere Revolution

Wir begrüßen deshalb das Motto und die Ausrichtung des CSD und rufen zur Beteiligung auf. Nutzen wir ihn als Ausgangspunkt, neue Kompliz*innen kennenzulernen, um queeres Handeln langfristig wieder zu einer Bedrohung für Staat, Kapitalismus und Patriarchat zu machen.

Mehr zum CSD auf: csdbochum.wordpress.com

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Radikaler Bildungskurs: Vergessene Kämpfe und Erfolge – Anarchistische&Antiautoritäre Geschichte Letzte Anmeldemöglichkeit http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/15/radikaler-bildunskurs-ergessene-kaempfe-und-erfolge-anarchistischeantiautoritaere-geschichte-letzte-anmeldemoeglichkeit/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/15/radikaler-bildunskurs-ergessene-kaempfe-und-erfolge-anarchistischeantiautoritaere-geschichte-letzte-anmeldemoeglichkeit/#comments Sat, 15 Jun 2019 19:33:55 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/15/radikaler-bildunskurs-ergessene-kaempfe-und-erfolge-anarchistischeantiautoritaere-geschichte-letzte-anmeldemoeglichkeit/

Wer sich zu unserem radikaler Bildungskurs: Vergessene Kämpfe und Erfolge – Anarchistische&Antiautoritäre Geschichte anmelden will, kann diese noch bis Donnerstag, den 20.06.2019 um 23.59 Uhr tun. Nachfolgend nochmal der Ankündigungstext des Kurses:

Anarchismus wird oft aus der Geschichte gestrichen, teilweise unbewusst und teilweise bewusst. Wer weiß von den Ursprüngen des 1.Mai oder dass Anarchist*innen beinahe Hitler getötet hätten?
Die Geschichte ist voller vergessener Kämpfe, Erfolge und Niederlagen, aus denen wir lernen und Inspiration ziehen können. Wir wollen gemeinsam einige davon betrachten und gemeinsam aufarbeiten. Fragen, die wir uns dabei stellen können, sind: Was macht die Verbannung aus den Geschichtsbüchern mit unserem persönlichen Erleben und der Bewegung? Wie können wir zu einer lebendigen, nicht nur theoretischen, Erinnerungskultur kommen? Und wie hilft uns die Analyse der Vergangenheit bei der Vorbereitung auf die Zukunft?
Mögliche Themen sind: Die Revolution 1936 in Spanien, die freien Gebiete in der Ukraine, 1968 in Paris, aber auch weniger bekannte Ereignisse und freiheitliche Bewegungen, z.B. die Diggers im 17. Jahrhundert, die Red Scare (gegen Anarchist*innen) in den 1920ern in Amerika und die Black Panther/Liberation Bewegung. Oder auch etwas völlig anderes. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22.06-23.06.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.06.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

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15.06 – Anarchistisches Parkfest in Dortmund http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/12/15-06-anarchistisches-parkfest-in-dortmund/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/12/15-06-anarchistisches-parkfest-in-dortmund/#comments Wed, 12 Jun 2019 13:24:04 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/06/12/15-06-anarchistisches-parkfest-in-dortmund/

Am kommenden Samstag – 15.06.2019 findet in Dortmund zum dritten Mal das Anarchistische Parkfest statt. Wir sind auch mit einem Stand dabei. Hier der Ankündigungstext:

Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Anarchistisches Parkfest in Dortmund geben! Stattfinden wird das Fest in diesem Jahr am Samstag dem 15. Juni im Blücherpark (Hafenviertel Dortmund). Einzelpersonen, Freundeskreise, Initiativen, Gruppen oder sonstige Gemeinschaften die in irgendeiner Form mitwirken/mithelfen wollen können sich gerne bei uns melden. Weitere Infos und eine Übersicht mit den teilnehmenden Gruppen und Künstler*innen folgen in den nächsten Wochen. Unser Aufruf:

„…Es ist ein Ort zum Treffen, ein Ort zum Reden, in einer Welt in der wir keine Orte haben…“
– Früchte des Zorns – unser Haus

Anonyme Städte, Anonyme Viertel, Anonyme Nachbarschaft. Wer kennt schon den Menschen, der nur getrennt durch eine Wand neben einem*einer lebt. Isoliert von einander leben wir unser und die anderen ihr Leben.

Wir wollen raus, raus, raus, aus den grauen Fassaden und ab in den Park! Kommt am 15.06. ab 12.00 bis 20.00 Uhr zum anarchistischen Parkfest im Blüchernpark, im Hafenviertel der Dortmunder Nordstadt. Kommt zusammen und lernt euch kennen!

Wir wollen nicht nur mit dem Black Pigeon als Nachbarschaftsraum, als Ort der Zusammenkunft, als Ort des Kennenlernens das Viertel gestalten. Wir wollen unser buntes, solidarisches und vielfältiges Leben mitten in unserem Viertel erfahrbar machen. Wir wollen Platz bieten, für das, was in den eigenen Vier Wänden nicht geht. So viel Spielen und Erleben wie möglich schaffen. So viele unterschiedliche Basis-Iniativen wie denkbar im Park sehen, auch wenn diese vielleicht verschiedene Ansätze vertreten. Es ist uns wichtig nicht nur explizit anarchistische Zusammenhänge repräsentiert zu sehen. Wer nicht aktiv autoritäre Inhalte verbreitet, oder Anhänger*in von autoritären Organisierungskonzepten ist, sei uns willkommen.

Wir wollen Musik und Kultur für alle frei und zugänglich (zumindest an diesem Tag) mitten in der Stadt realisieren. Gutes (veganes) Essen zur Verfügung stellen, auch für diejenigen welche kein Geld haben. Und natürlich die Möglichkeit schaffen, sich inhaltlich weiter zu bilden.

Klar: All das lebt von der Initiative Vieler. Ein anarchistisches Parkfest ist nichts, was sich konsumieren lässt. Freiheit lebt von Eigenverantwortung und Handeln. Bring Spiele, Bälle, ein Planschbecken, Instrumente, Farbe oder was dir einfällt mit. Organisiere einen Infotisch deiner Basisiniative, einen Workshop zu etwas, was du gut kannst und anderen Menschen weiter geben möchtest. Koche oder backe etwas (veganes) zu Essen und bringe es zum (veganen-) Mitbringbuffet mit. Behandle andere Menschen, wie du behandelt werden willst. Lass deinen Müll nicht liegen. Bring dich ein!

Bisher haben folgende Gruppen/Initiativen zugesagt:

– Anarchistische Grupppe Dortmund
– Anarchistische Tierbefreier*innen Dortmund / die tierbefreier Bochum
– Anarchistisches Kollektiv Köln
– Black Pigeon
– Die Plattform
– FAU Bochum/Duisburg
– Foodsharing
– Frau Lose
– Hanfverband
– Hafeninitiative
– Klimavernetzung Ruhr
– Kurdischer Frauenverein
– Komm zu Potte
– Li(e)beration
– Mean Streets Antifa
– Rote Hilfe Bochum
– Schwarze RUB
– Tanz auf Ruinen
– Trotz Allem
– Unrast Verlag
– VegaDo
– Wir kotzen Farben

Für das Bühneprogramm zugesagt haben:

– Nordstadt meditiert
– Neo C.
– Knoppas MC
– Georgie kollektiv
– We Are Creatures
– Tolztoy

Neben dem kulturellem Angebot wird es natürlich auch (überwiegend veganes) Essen und Getränken geben. Angeboten wird unter anderem Suppe, veganes Mett, Salate, Kuchen, Crep und vieles mehr.

Für das Kinderprogramm ist bisher neben einer Hüpfburg, noch Kinderschminken, Seedbombs, sowie eine Rallye durchs Viertel geplant. Ausserdem wird eine Torwand aufgestellt und es wird noch verschiedene kleinere Angebote geben (z.B. jonglieren, Seifenblasen machen)
Während des ganzen Parkfestes werden einige Menschen die verschiedenen Angebote beaufsichtigen bzw. durchführen.

„..Die Kapitalisten wollen, dass es so ist, alles trostlos und tot, alles farblos und trist. Doch das hält auf die Dauer keine Sau aus, es stürzt auf einmal die Wand ein! Wir schreien nach Leben, nach Gemeinsamkeit, nach Platz für die Kinder, nach Licht und mehr Zeit. Und wir werden uns treffen auf der Straße im Kampf, in der Hand ein Stück vom Randstein!“

– Tomi Liedermacher

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Radikale Bildungskurse – Sommersemester 2019 http://schwarzerub.blogsport.de/2019/05/05/radikale-bildungskurse-sommersemester-2019/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/05/05/radikale-bildungskurse-sommersemester-2019/#comments Sun, 05 May 2019 17:25:47 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/05/05/radikale-bildungskurse-sommersemester-2019/

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsorte trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstelle eines Angebotes aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Dies dient der Kontrolle unseres Wissens, z.B. ist die Geschichte der anarchistischen Bewegung und deren Erfolge vielen unbekannt. Auch praktisches Wissen, bespielsweise wie Nahrung angebaut oder verarbeitet wird, fehlt uns, so werden wir in zentralen Teilen des Lebens abhängig von hierarchischen Institutionen gehalten.
Wenn wir also eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaft anstreben, müssen wir aus unserer eigenen Geschichte lernen und uns praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Sommersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Ein Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.
Lasst uns mit neugierigen Lernen beginnen und die Welt radikal verändern!

Tomaten Im Garten, Produktion in der Revolution – Selbstorganisierte Nahrungsmittelversorgung

Unsere Ernährung wird vom Kapitalismus und dem Staat kontrolliert. Zentrale Motive der Nahrungsmittelproduktion/Verteilung sind Profit und Kontrolle über unser Leben. Der Gewinnzwang und der damit verbundene Einsatz von Giftstoffen/Medikamenten führt zu Gesundheitsschäden, während Monokulturen, Bodenerosion und Treibhausgasaustoß unsere Lebensgrundlagen zerstören. Dies trifft vor allem Arme, denn sie können sich keine teuren Bio-Produkte leisten und sind von Umweltzerstörung besonders betroffen. Der Staat ermöglicht dies durch seinen Schutz des Eigentums der Unternehmen und der Reichen.
Wegen dieser inakzeptablen Verhältnisse und der Bedrohung durch kommende ökologische und gesellschaftliche Katastrophen, wollen wir die Lebensmittelversorgung selbstorganisieren. Wie kann das aussehen? Beim Nachgehen dieser Frage können wir uns sowohl praktische Fähigkeiten im Anbau von Nahrung als auch die organisatorischen Fähigkeiten für die Nahrungsverteilung aneigenen. Konkrete Vorschläge sind Gemeinschaftsgärten zu besuchen und den Anbau von Lebensmitteln zu erproben, Planspiele zu machen wie z.B. ein Stadtteil selbstversorgt werden kann und wir langfristig die Kontrolle über Nahrungsmittelproduktion- und Versorgung wiedererlangen. Oder auch etwas völlig Anderes! Wir wollen dabei Theorie&Praxis eng verknüpfen.

Termin: Ab 20.05.2019 – Montags 18.30 Uhr
Ort: Kostnixladen – Bochum

Vergessene Kämpfe und Erfolge – Anarchistische&Antiautoritäre Geschichte

Anarchismus wird oft aus der Geschichte gestrichen, teilweise unbewusst und teilweise bewusst. Wer weiß von den Ursprüngen des 1.Mai oder dass Anarchist*innen beinahe Hitler getötet hätten?
Die Geschichte ist voller vergessener Kämpfe, Erfolge und Niederlagen, aus denen wir lernen und Inspiration ziehen können. Wir wollen gemeinsam einige davon betrachten und gemeinsam aufarbeiten. Fragen, die wir uns dabei stellen können, sind: Was macht die Verbannung aus den Geschichtsbüchern mit unserem persönlichen Erleben und der Bewegung? Wie können wir zu einer lebendigen, nicht nur theoretischen, Erinnerungskultur kommen? Und wie hilft uns die Analyse der Vergangenheit bei der Vorbereitung auf die Zukunft?
Mögliche Themen sind: Die Revolution 1936 in Spanien, die freien Gebiete in der Ukraine, 1968 in Paris, aber auch weniger bekannte Ereignisse und freiheitliche Bewegungen, z.B. die Diggers im 17. Jahrhundert, die Red Scare (gegen Anarchist*innen) in den 1920ern in Amerika und die Black Panther/Liberation Bewegung. Oder auch etwas völlig anderes. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22.06-23.06.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.06.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, Pläne

Soziale Revolution wird oft nur als ein Schlagwort benutzt, dabei ist vielen nicht klar wie diese vonstatten gehen und wo sie hinführen soll. Genau damit wollen wir uns auseinandersetzen. Was ist das Zusammenleben, das wir erreichen wollen? Wie entmachten wir die Herrschaftsstrukturen Staat, Kapitalismus und Patriarchat? Auf welchen Wegen können wir nicht nur kleine Projekte schaffen, sondern Selbstorganisation im größeren Maßstab? Wie kommen wir vom Vereinzelten zum Gesamten? Inspirieren lassen möchten wir uns von historischen&aktuellen Revolutionen, aber vor allem auch unseren eigenen Ideen&Vorstellungen.
Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 27.07.-28.07.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 12.07.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon - Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Informationen

Die Kurse sind komplett selbstorganisiert. Das heißt es gibt zwar Personen, die sich überlegt haben was mögliche Inhalte sind, aber dies ist nur ein Input. Es gibt keinen festen Lehrplan. Am Anfang von jedem Kurs bzw. bei einem Vorbereitungstreffen oder auch später wird gemeinsam festgelegt, womit sich auseinandergesetzt wird. Wir geben keine Inhalte vor, sondern achten lediglich darauf, dass keine Ideen vorbereitet werden, die Herrschaft unterstützen.
Die Kurse finden, wenn sie keine Blockkurse sind, wöchentlich statt. Alle Kurse sind kostenfrei. Bei Blockkursen gibt es veganes Essen gegen Spende. Bei diesen bitten wir zur Planungssicherheit um verbindliche Anmeldungen. Name oder sonstige persönliche Angaben müsst ihr bei der Anmeldung nicht mitteilen. Bei Fragen schreibt bitte an den angegebenen Kontakt.

Orte

KOSTNIXLADEN: Solidarökonomisches Projekt, wo Menschen Sachen hinbringen und einfach mitnehmen können, in Bochum – Dorstener Straße 37. Mehr auf kostnixladen-bochum.de
BLACK PIGEON: Anarchistisches Zentrum in Dortmund – Scharnhorstr. 50. Mehr auf blackpigeon.blogsport.eu
Solltet ihr einen Ort nicht finden, schreibt uns zeitnah.

Kontakt

Kurse: radikale-bildung(at)riseup.net
Allgemein: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

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16.05. – Mutig auf zur Revolution – Anarchistisches Kennenlerntreffen http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/30/16-05-mutig-auf-zur-revolution-anarchistisches-kennenlerntreffen/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/30/16-05-mutig-auf-zur-revolution-anarchistisches-kennenlerntreffen/#comments Tue, 30 Apr 2019 18:49:30 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/30/16-05-mutig-auf-zur-revolution-anarchistisches-kennenlerntreffen/

Mutig sein – den eigenen Wunsch nach Veränderung nicht aufgeben

Immer größere und längere Waldbrände, Stürme, Fluten und Dürren. Allein die Nachrichten zum Klimawandel lassen unsere Zukunft katastrophal erscheinen. Hinzukommen wachsende Umweltzerstörung. Faschismus, Nationalismus und Armut. Politiker*innen, Regierungen und Staaten versprechen uns schon seit Jahrzehnten daran etwas zu ändern, doch sie tragen nur dazu bei es schlimmer zu machen. Sollen wir weiterhin für falsche Versprechungen von Kohlekommissionen und Wahlprogrammen unsere Zukunft aufgeben? Wünschst du dir eine Welt in der alle Menschen gleichwertig, selbstbestimmt und solidarisch zusammenleben? In der wir Verantwortung füreinander übernehmen und duselbst Entscheidungen triffst anstatt gehorsam sein zu müssen? Die Umsetzung dieser Ziele ist kein Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir die Katastrophen unserer Welt bekämpfen können. Es ist deine Entscheidung, ob du weiterhin deine Wünsche und Ziele aufgibst und (immer verzweifelter) auf Autoritäten wartest, die dich erlösen oder mutig wirst und beginnst selbst zu handeln.

Soziale Revolution – Nicht auf Erlöser*innen warten!

Doch du bist nicht allein. Wir wollen nicht länger warten und glauben, dass angesichts der Katastrophen, welche das bestehende System schafft, unsere Zukunft davon abhängt, eine Alternative zu schaffen. Den Institutionen Kapitalismus, Staat, Patriarchat, Universität und auch allem anderen, was auf Herrschaft beruht, möchten wir etwas komplett anderes entgegensetzen. Allgemein sind das Selbstbestimmung, freie Vereinbarung, Dezentralität, Solidarität und Gleichwertigkeit. Konkret bedeutet es, dass wir z.B. Bildungskurse organisieren in denen wir selbst bestimmen was die Inhalte sind und voneinander und miteinander lernen, ohne den Zwang von Noten. Diese sollen auch helfen uns die Fähigkeiten anzueignen, die wir für die Organisation einer revolutionären Bewegung und eines selbstbestimmtes Lebens brauchen. Oder wir verteilen veganes Essen gegen Spende, um Kapitalismus und Klimawandel zu bekämpfen indem wir Solidarität und Ressourcenschonung vorleben.
Das wirkt wie vereinzeltes Handeln, aber wir sind Teil einer globalen Bewegung, die sich Anarchismus nennt. Anarchist*innen glauben, dass Macht über Andere immer korrumpiert und jede*r, die*der herrscht, gezwungen ist vor allem ihre*seine Macht zu erhalten, daher organisieren wir uns ohne Anführer*innen. Außerdem lehnen wir Parteien und uns wählen zu lassen ab, denn auch die Hierarchien und Zwänge in Parlamenten und Parteien korrumpieren und verhindern freiheitliche Veränderungen. Wir wollen uns auch den Staat und seinen Zwangsapparat nicht zu eigen machen, denn zu Selbstbestimmung können Menschen nicht gezwungen werden. Falls du mit uns an einer revolutionären Änderung der Welt arbeiten willst, komme zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am 16.05.2019 um 18.00 Uhr in der zukünftigen Cafeteria von GD (Ebene 03).

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Anreise aus Bochum zur Anarchistischen 1. Mai-Demo in Dortmund http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/22/anreise-aus-bochum-zur-anarchistischen-1-mai-demo-in-dortmund/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/22/anreise-aus-bochum-zur-anarchistischen-1-mai-demo-in-dortmund/#comments Mon, 22 Apr 2019 13:58:52 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/22/anreise-aus-bochum-zur-anarchistischen-1-mai-demo-in-dortmund/

Wir organisieren einen öffentlichen Treffpunkt für die Anreise zur anarchistischen 1.Mai-Demo in Dortmund. Der Treffpunkt ist um 17.10 Uhr am Vorplatz des HBF Bochum (Innenstadtseite). Wir empfehlen allen, die Möglichkeit der organisierten Anreise zu nutzen, da es sein kann, dass Nazis aus Dortmund auf ihrer Heimreise aus Duisburg die gleiche Route benutzen.

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26.04 – Vortrag: Für ein Ende der Gewalt – Die Polizei und Alternativen zu ihr http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/19/26-04-vortrag-fuer-ein-ende-der-gewalt-die-polizei-und-alternativen-zu-ihr/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/19/26-04-vortrag-fuer-ein-ende-der-gewalt-die-polizei-und-alternativen-zu-ihr/#comments Fri, 19 Apr 2019 13:57:10 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/19/26-04-vortrag-fuer-ein-ende-der-gewalt-die-polizei-und-alternativen-zu-ihr/

Die Ausgangsfrage ist: Was sind die Funktionen der Polizei? Wie unterstützen und schützen wir Sie durch unser alltägliches Handeln? Wie kann sogar Kritik an Polizeigewalt die Polizei noch stärken? Welche anarchistischen Widerstandsformen gegen die Polizei gibt/gab es?

Danach werden Alternativen zur vermeintlichen Konfliktlösung durch die Polizei vorgestellt. Fokus ist dabei wie wir so mit Konflikten umgehen, dass sich unserer Leben konkret verbessert und gleichzeitig dem Staat ein Stück Kontrolle entziehen. Eine Inspiration ist Community Accountability (Gemeinschaftliche Verantwortlichkeit).

Eine anarchistische Gesellschaft – schön und gut, sagen einige. Aber wie will mensch die Polizei ersetzen? Wie sollen wir uns selbst schützen, ohne auf eine Instanz zurückzugreifen, die Gewalt ausübt und wie unterstützen wir sie sogar noch durch Kritik an ihrer Gewalt? Wie gehen wir so mit Konflikten um, dass sich unser Leben verbessert und wir dem Staat etwas Kontrolle entziehen? Diese und weitere Fragen sollen beim Vortrag der Schwarzen Ruhr-Uni in Kooperation mit der anarchistischen Gruppe Essen geklärt werden. Der Vortrag findet am 26.04.2019 um 19.00 Uhr im Alibi (Holzstraße 12) in Essen statt

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Anarchistische 1.Mai-Demo: Klassenkampf statt Wahlspektakel http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/11/anarchistische-1-mai-demo-klassenkampf-statt-wahlspektakel/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/11/anarchistische-1-mai-demo-klassenkampf-statt-wahlspektakel/#comments Thu, 11 Apr 2019 11:03:01 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/11/anarchistische-1-mai-demo-klassenkampf-statt-wahlspektakel/

Wir unterstützen den folgenden Aufruf zur anarchistischen ersten 1.Mai-Demo in Dortmund und werden uns an dieser beteiligen. Die Demo startet um 18.00 Uhr im Westpark Nähe Möllerbrücke..Mehr zur Demo findet ihr hier. Zum Inhalt des Anrufes wollen wir noch ergänzen, dass für Parteien nicht nur kapitalistische Interessen wichtig sind, sondern auch ihren eigenen Machterhalt, staatliche und patriarchale Interessen. Außerdem ist jede Partei zumindest teilweise nationalistisch:

Klassenkampf statt Wahlspektakel – Heraus zum anarchistischen 1. Mai!

Wieder werden unsere Straßen mit hässlichen Plakaten verschandelt. Diesmal wollen sie uns keinen neuen Handyvertrag oder Fernseher andrehen. Nein, all diese aufdringlich grinsenden Gesichter werben dafür, unsere Stimme bei der Europawahl an sie zu verlieren. Wir haben nur eine Antwort für sie: Verschwindet alle miteinander!

Einheitspartei des Kapitals

Die etablierten Parteien von CDU/CSU über FDP, SPD bis zu den Grünen sind in Wahrheit einfach verschiedene Fraktionen einer großen Einheitspartei des Kapitals. Ihre Hauptfunktion ist es, den Unternehmen zu helfen, unsere Arbeitskraft möglichst gewinnbringend auszubeuten. Dafür haben sie durch die Hartz-Reformen einen Billiglohnsektor geschaffen und die Arbeitsverhältnisse flexibilisiert. Für immer mehr Menschen ist es heute Alltag, rund um die Uhr verfügbar zu sein, jede Minute des Tages optimal nutzen und sich permanent selbst optimieren zu müssen, um an Aufträge, Projekte oder befristete Jobs zu kommen. Egal um welches Thema es geht – ob Wohnen, Bildung oder Umweltschutz – erstes Ziel der Politik ist stets, den „Wirtschaftsstandort“ zu verbessern; unsere Bedürfnisse haben sich dem unterzuordnen. Es verwundert nicht, dass angesichts dieser Verhältnisse viele das Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren. Dies gibt sogenannten „populistischen“ Kräften Auftrieb, die behaupten – anders als die „abgehobenen Eliten“ – wirklich die Interessen des Volkes (populus) zu vertreten.

Illusionen des Nationalismus

Die rechten Populist*innen der AfD verstehen unter „Volk“ nicht alle hier lebenden Menschen, sondern nur die angestammten Deutschen. Sie versprechen, diesen zu helfen, indem sie die Grenzen für Geflüchtete schließen und Migrant*innen weitere Rechte entziehen. Dieses nationalistische Programm wird den zum Abschuss freigegebenen Minderheiten real schaden, den deutschen Lohnabhängigen oder Arbeitslosen jedoch nichts nützen. Es freut nur die Eigentümer*innen, wenn wir uns in der Konkurrenz um Jobs oder Wohnungen gegeneinander aufhetzen lassen. So können sie sich sicher sein, dass kein gemeinsamer Widerstand gegen die Verhältnisse aufkommt, die uns erst in diese verfluchte Konkurrenzsituation bringen. Die AfD ist keine „Alternative“ zu den bestehenden Verhältnissen. Sie möchte sie noch schlimmer machen, als sie ohnehin schon sind und könnte sich als Wegbereiterin eines neuen Faschismus erweisen.

Illusionen des sozialen Staats

Der linke Populismus wird hierzulande vertreten durch die Linkspartei und die Initiative „Aufstehen“. Sie versprechen, uns mithilfe des Staates vor den schlimmsten Zumutungen des globalen Kapitalismus zu beschützen. So verkündet Die Linke in ihrem Programm zu den Europawahlen, „europaweit Wohnungsspekulanten enteignen“ zu wollen, um gegen steigende Mieten vorzugehen. Warten wir ab, was von solch großspurigen Ankündigungen übrigbleibt, wenn die Linken erst einmal in einer Bundesregierung sitzen! Wer den Staat lenken möchte, der kann nicht gegen die Interessen der kapitalistischen Unternehmen regieren, von deren Erfolg die Handlungsfähigkeit der staatlichen Institutionen abhängt. Nichts zeigt dies besser als das Beispiel der griechischen Linkspartei SYRIZA: Sie wurde 2015 mit dem Versprechen gewählt, die drastischen Sparprogramme zu beenden, unter denen die Bevölkerung litt. Nach der Wahl setzte sie eben jene Sparprogramme wirksamer durch als die konservative Regierung zuvor. Die Hauptaufgabe linker Parteien besteht darin, Unzufriedenheit mit den Verhältnissen zu kanalisieren und in ungefährliche Bahnen zu lenken. Sicher erreichen sie zuweilen auch gewisse Verbesserungen für die Bevölkerung. Wir sollten aber nicht vergessen, dass diese meist bald von der Inflation aufgefressen werden und jederzeit wieder zurückgenommen werden können, solange sich an den grundlegenden Macht- und Eigentumsverhältnissen nichts ändert.

Es rettet uns kein höheres Wesen

Wir wollen keine „neuen“ Politiker*innen und keine „echten“ Volksvertreter*innen. Unsere Lage können wir nur verbessern, indem wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen! Nicht Parlamentswahlen gilt unser Interesse, sondern Demonstrationen wie den Fridays for Future, Besetzungen wie im Hambacher Forst, Blockaden wie die der gelben Westen in Frankreich oder Streiks wie zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies sind Anlässe, bei denen eine neue Opposition sich finden, Ideen austauschen und aus Fehlschlägen lernen kann, um den Verhältnissen ernsthaft den Kampf anzusagen. Wir müssen erkennen, dass wir als Lohnabhängige eine Klasse bilden und unabhängig von unserer jeweiligen Herkunft oder Kultur gemeinsame Interessen haben. Der wahre Gegensatz ist der zwischen uns und den Besitzenden, nicht zwischen den Nationalitäten. Wichtig ist, dass wir unsere Kämpfe selbstorganisiert führen und es nicht zulassen, dass selbsternannte Anführer*innen diese vereinnahmen und uns erneut zu Zuschauer*innen machen. Unsere Perspektive kann daher auch kein angeblich „sozialistischer“ Staat wie in Kuba oder Venezuela sein, der die Arbeiter*innen im Namen einer besseren Zukunft ausbeutet und unterdrückt. Unsere Perspektive ist die Abschaffung des Eigentums, des Staates und jeglicher Herrschaft. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die auf freien Vereinigungen von Gleichen beruht und die Produktion gründlich umgestaltet, sodass sie den Bedürfnissen der Menschen dient und die Natur nicht länger zerstört.

Der 1. Mai war der internationale Kampf- und Feiertag der revolutionären Arbeiter*innenbewegung. Wir wollen dieses Datum zum Anlass nehmen, mit einer kraftvollen Demonstration an den alten Traum einer von Herrschaft befreiten Menschheit zu erinnern. Gemeinsam mit euch wollen wir damit einen kleinen Beitrag zur Herausbildung einer neuen revolutionären Bewegung leisten, die die Verwirklichung dieser Idee erneut auf die Tagesordnung setzt.

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30.04 – Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/02/vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung/ http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/02/vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung/#comments Tue, 02 Apr 2019 01:01:11 +0000 Administrator http://schwarzerub.blogsport.de/2019/04/02/vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung/

Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Heute wehen die schwarzen Fahnen wieder in den Herzen vieler Menschen. Doch was ist Anarchismus überhaupt und worin unterscheidet er sich von allen anderen (europäischen) Theorien und Bewegungen der Gegenwart? Warum lehnen Anarchist*innen Kapitalismus und Staat ab? Und weshalb sind Herrschaft und Hierarchien die grundsätzliche Ursache vieler Probleme unserer Welt? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag beantwortet werden, denn nichts ist unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten.
In unseren privaten, finanziellen und emotionalen Kämpfen spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. Wir könnten all unsere Zeit darauf verwenden, ein Feuer nach dem anderen zu löschen, aber sie haben alle die selbe Ursache. Stückweise zu reformieren wird nichts in Ordnung bringen: Wir müssen alles, entsprechend einer anderen Logik, überdenken. Der Vortrag findet am Dienstag, dem 30.04.2019 um 16.00 Uhr in Raum 04/620 in Gebäude GD statt. Er wird von der Schwarzen Ruhr-Uni im Rahmen der kritischen Einführungswochen des Sowi-FR angeboten. Wer nach dem Vortrag zur Revolutionären Vorabenddemo am Bochumer HBF will, wird dies zeitlich schaffen.

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