Bildungskurs: Sexuelle Befreiung aus anarchistischer Sicht

Sexuelle Befreiung aus anarchistischer Sicht

Wenn es um die gesellschaftliche Veränderung des Umgangs mit Sexualität geht, sind die Themen meist sexualisierte Gewalt und Konsens. Das ist wichtig, aber es fehlt an positiven Alternativen, die nicht nur sagen was wir nicht tun und wie wir Dinge vereinbaren sollen. Wenn wir nicht nur dem Staat, kapitalistischen Industrien und anderen reaktionären Institutionen überlassen wollen, über Sexualität aufzuklären, bedarf es mehr.

Dabei stellen sich möglicherweise folgende Fragen oder auch ganz andere. Warum sind viele Menschen sexuell unzufrieden? Was gibt es eigentlich für sexuelle Praktiken? Was für Erfahrungen haben wir mir ihnen gemacht? Was sind unsere Wünsche in Bezug auf Sexualität? Wie können wir einen Umgang mit Sexualität schaffen, der uns das Ausleben unserer Sehnsüchte und Phantasien ermöglicht? Ein möglicher Fokus des Kurses ist die Formulierung positiver Alternativen und das Reden-Lernen über die eigene Sexualität. Ideen für praktische Inhalte sind Übungen über die eigenen sexuellen Wünsche zu reden oder die Erarbeitung von antiautoritären Aufklärungsmaterial. Der Kurs findet als Block über ein Wochende statt. Am gibt 29.06 es ein Vorbereitungstreffen.

Vorbereitung: 29.06 – 19.00 Uhr
Termin: ganztägig 15. und 16.07
Ort: Black Pigeon (Dortmund – Scharnhorststr. 50)
Kontakt: anarchistisches-bewusst-sein(at)riseup.net

Informationen

Die Kurse sind komplett selbsorganisiert. Das heißt es gibt zwar eine Person, die sich überlegt hat was mögliche Inhalte sind, aber das ist nur ein Input. Es gibt keinen festen Lehrplan. Am Anfang von jedem Kurs oder auch später wird gemeinsam festgelegt, womit sich auseinadergesetzt wird. Wir geben keine Inhalte vor, sondern achten lediglich darauf das keine Ideen vorbereitet werden, die Herrschaft unterstützen.
Alle Kurse sind kostfrei. Bei Blockkursen gibt es veganes Essen gegen Spende. Bei Fragen schreibt bitte an den angebenen Kontakt.

Herner Straße 131: Soliaktionen an der Ruhr-Uni + Demo am Tag X (Räumung)

Transpi

Wir haben gestern für Besetzung in der Herner Straße 131 ordentlich an
der Uni geflyert und ein Transpi aufgehängt. Jetzt wollen wir Euch
aufrufen am Tag der Räumung zur Demo in die Stadt zu kommen. Wir
unterstützen daher folgenden Demoaufruf:

Am Tag X, der Räumung der Herner Straße 131 Besetzung, wird es um 18.30
Uhr eine Demo in der Bochumer Innenstadt (Ort wird kurzfristig bekannt
gegeben) geben.

Der Charakter der Demo soll bunt, entschlossen aber gleichzeitig offen
sein, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Sie wird voraussichtlich
angemeldet werden. Von anderen Formen der Reaktionen auf die Räumung, an
anderen Orten, distanzieren wir uns nicht. Überlegt euch doch weitere
tolle, unangemeldete Aktionen neben der Tag X Demo, um den Druck zu
erhöhen. Die Anmeldung hat strategische Gründe, vor allem um das Risiko
von Repression zu senken. Trotz des angestrebten bunten und offenen
Charakters, kalkuliert bitte immer Repression durch den Staat ein
(bildet Bezugsgruppen etc.)

Wenn Gruppen oder Menschen Reden halten möchten, bitten wir sie sich
möglichst bei uns per E-Mail an a131bosoli(at)riseup.net zu melden
(PGP-Key auf Anfrage). Weitere Informationen folgen am Tag der Räumung.

Haltet Euch über den Hastag #squatbo, den Account Anarchismus im Pott
und http://a131bosoli.blogsport.eu auf dem Laufenden.

23.05 – Vortrag: Herrschaftsinstitution Hochschule: Über die Unterdrückung an der Uni

Nach langer Zeit halten wir am Dienstag den 23.05 unseren Vortrag: „Herrschaftsinstitution Hochschule: Über die Unterdrückung an der Uni“ wieder an der Ruhr-Uni. Los geht’s um 18.00 Uhr in GB vor der Cafeteria.

Universitäten gelten als Orte an denen frei gelernt und geforscht wird.
Meistens wird der Eindruck erweckt, jede*r könne sich frei entfalten und habe die gleichen Chancen zur Selbstverwirklichung.
Dabei sind alle Menschen an der Uni Unterdrückung ausgesetzt und die Hochschule spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt von Herrschaft – egal ob durch Prüfungszwang, Zulassungsbeschränkungen oder prekäre Arbeitsbedingungen. Kritisches Denken wird oft nur in dem Maße geduldet, wie es die Herrschaftsinstrumente und Hierarchien im System Uni nicht gefährdet.
Leben, lernen und Arbeit auf dem Campus sind geprägt von Konkurrenz, Wettbewerb und Leistungsdruck. Die Unterdrückungsmechanismen erstrecken sich über alle Fachrichtungen und gehen weit über Lehre und Forschung hinaus.
Wie sehen diese Formen der Unterdrückung also konkret aus? Wie unterscheiden sich die Zwänge die auf Student*innen, „Hilfskräfte“, wissenschaftliche Miarbeiter*innen, Professor*innen oder „nichtwissenschaftliche“ Mitarbeiter*innen einwirken? Und wie können wir gemeinsam gegen die uns betreffenden Herrschaft Widerstand leisten, um die Institution Uni zu überwinden?

Alternativer Ersti-Rundgang und Semesterparty

Wie jedes Semester veranstaltet die schwarze Ruhr-Uni, diesmal zusammen mit den Gruppen Antifa Café Bochum, der anarchistischen Hochschule Initiative (AhoI), Glitzer&Krawall, dem Black Pigeon und Lila Lautstark, am Donnerstag dem 11.05.2017, einen alternativen Ersti-Rundgang und eine alternative Semesterparty.

Alternativer Ersti-Rundgang

Wir zeigen euch spannende Ecken des Campus – Orte wie das politische Archive, den Frauen*raum. Dazu gibt es Anekdoten aus den Bildungsprotesten und zum rebellischen Leben und Lernen an der RUB. Außerdem wird die Frage beantwortet: Kommt mensch nach 21 Uhr eigentlich irgendwie in die Unigebäude rein? Los geht’s um 18 Uhr an der Uni-Verwaltung. Eine Rundgang nicht nur für Menschen im ersten Semester.

Alternative Semesterparty

Ab 20 Uhr wird am Gebäude HGB die inzwischen einzige selbstorgansierte Party an der Ruhr-Uni gefeiert – ungenehmigt und unkommerziell. Es gibt Bier für 1 Euro und auch günstige nicht-alkoholische Getränke sowie veganes Essen gegen Spende. Dazu ordentliche Partymusik. An Infoständen könnt ihr auch verschiedene linke und anarchistische Gruppen an der Uni, aus Bochum und dem Ruhrgebiet kennenlernen. Die Einahmen gehen in Antirepressionskassen und linke/anarchistische Projekte. Lasst uns feiern.

03.05: Anarchistisches Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni

Zu unserem Kennlerntreffen gibt es diesemal zwei Einladungen.

Einladung 1: Gemeinsam in Richtung Revolution

Der Wunsch nach Veränderung
Würdest du dir ein anderes Zusammenleben wünschen,
in dem du über deinen Lernen, Lieben und Arbeiten entscheidest?
Bist du für eine Welt, in der alle Menschen sich frei bewegen können? Träumst von einem Zusammenleben, in dem niemand anderen gehorchen muss und alle Menschen gleichwertig sind?
Vielleicht ist das alles für dich nur eine Vorstellung von dem was eines Tages sein könnte, in ferner Zukunft…
Möglicherweise spürst du aber auch das Verlangen eine solche Welt jetzt zu schaffen und nicht mehr zu warten ob irgendeine Partei, ein*e Politiker*in oder eine andere Autorität jemals etwas in diese Richtung ändert.

Soziale Revolution – Jetzt etwas ändern

Damit bist du nicht allein. Wir wollen auch nicht länger warten und glauben das angesichts der Katastrophen, welche das bestehende System schafft, unsere Zukunft davon abhängt, dass wir eine Alternative schaffen. Das heißt, dass wir den Institutionen Kapitalismus, Staat, Universität und auch allem anderen, was auf Herrschaft beruht, etwas komplett anderes entgegensetzen wollen. Allgemein sind das Selbstbestimmung, freie Vereinbarung und Solidarität. Konkret bedeutet es, dass wir z.B. gerade Bildungskurse organisieren in denen wir selbst bestimmen was die Inhalte sind und voneinander und miteinander lernen, statt Noten und Module bestimmen zu lassen. Oder wir verteilen veganes Essen gegen Spende, um Kapitalismus und Klimawandel zu bekämpfen indem wir Solidarität und Ressourcenschonung vorleben.
Das wirkt wie vereinzeltes Handeln, aber wir sind und verstehen uns als Teil einer globalen Bewegung, die sich Anarchismus nennt. Weil wir Anarchist*innen glauben, dass Macht über Andere immer korrumpiert und jeder, der herrscht, vor allem versucht seine Macht zu erhalten, organisieren wir uns ohne Anführer*innen und Chefs. Außerdem lehnen wir Parteien und die Beteiligung an Wahlen ab, denn Freiheit heißt selbst über das eigene Leben zu bestimmen und nicht, dass Vertreter*innen dies tun. Wir wollen uns auch den Staat und seinen Zwangsapparat nicht zu eigen machen, denn zu Selbstbestimmung können Menschen nicht gezwungen werden. Falls du uns kennenzulernen und mit uns an einer revolutionären Änderung der Welt arbeiten willst, komm zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am 03.05 um 18.00 Uhr vor der Cafeteria von Gebäude GB. Es gibt veganen Kuchen.

Einladung 2: Kämpfe an die Uni tragen

Oft wirkt die Universität wie ein unpolitischer Raum, an dem nicht viel änderbar ist und keine Perspektiven für emanzipatorische Politik bestehen. Auch kritische Menschen sehen und haben oft wenig Ansatzpunkte um hier aktiv ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen anstatt sich für ein Berufsleben zurichten zu lassen.
Daher laden wir von der Schwarzen Ruhr-Uni auch dieses Semester wieder zu einem anarchistischen Kennlerntreffen, wo wir uns als Gruppe vorstellen und allen Interessent*innen an antiautoritärer Politik eine Möglichkeit bieten wollen sich auszutauschen und kennenzulernen. Wir möchten uns mit euch über Möglichkeiten austauschen, wie wir im Alltag und an der Uni Widerstand gegen die vielen Unterdrückungsformen, die überall reproduziert werden, leisten können: rassistische Hetze auf den Straßen und in den Parlamenten, die mörderischen Grenzregimes auf aller Welt, Sexismus und Queerfeindlichkeit, die tief in der Gesellschaft verankert sind, prekäre Lebenslagen von schlechtbezahlten und arbeitslosen Menschen…
Probleme gibt es also genug und auch die Uni bleibt hier keineswegs außen vor: Naturwissenschaften schaffen Wissen, Technik und Arbeitskräfte für Militär und Geheimdienste, Lehrämtler*innen müssen zwangsweise autoritäre und interessentötende Methoden lernen und anwenden, in den Geisteswissenschaften werden Herrschaftsmechanismen naturalisiert und legitimiert und die besten Arbeitsbedingungen bietet so eine Universität natürlich auch nicht. Daneben dann auch noch der ganze Stress mit Klausuren und Prüfungsleistungen, Studienverlaufsplänen und BaFöG… Doch auch Lernen geht besser, Wissenschaft kann kritisch sein und Arbeitskämpfe können auch hierhin getragen werden.
Ihr seht, es gibt viel zu tun und zu diskuteren. Wenn ihr also Lust auf kritische Auseinandersetzung und radikale Politik habt, kommt vorbei, tauscht euch aus, werdet aktiv; wir freuen uns auf euch.

Zeit: 03.05.17, 18:00 Uhr
Ort: Vor der Cafeteria in GB



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