Archiv für Mai 2017

Herner Straße 131: Soliaktionen an der Ruhr-Uni + Demo am Tag X (Räumung)

Transpi

Wir haben gestern für Besetzung in der Herner Straße 131 ordentlich an
der Uni geflyert und ein Transpi aufgehängt. Jetzt wollen wir Euch
aufrufen am Tag der Räumung zur Demo in die Stadt zu kommen. Wir
unterstützen daher folgenden Demoaufruf:

Am Tag X, der Räumung der Herner Straße 131 Besetzung, wird es um 18.30
Uhr eine Demo in der Bochumer Innenstadt (Ort wird kurzfristig bekannt
gegeben) geben.

Der Charakter der Demo soll bunt, entschlossen aber gleichzeitig offen
sein, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Sie wird voraussichtlich
angemeldet werden. Von anderen Formen der Reaktionen auf die Räumung, an
anderen Orten, distanzieren wir uns nicht. Überlegt euch doch weitere
tolle, unangemeldete Aktionen neben der Tag X Demo, um den Druck zu
erhöhen. Die Anmeldung hat strategische Gründe, vor allem um das Risiko
von Repression zu senken. Trotz des angestrebten bunten und offenen
Charakters, kalkuliert bitte immer Repression durch den Staat ein
(bildet Bezugsgruppen etc.)

Wenn Gruppen oder Menschen Reden halten möchten, bitten wir sie sich
möglichst bei uns per E-Mail an a131bosoli(at)riseup.net zu melden
(PGP-Key auf Anfrage). Weitere Informationen folgen am Tag der Räumung.

Haltet Euch über den Hastag #squatbo, den Account Anarchismus im Pott
und http://a131bosoli.blogsport.eu auf dem Laufenden.

23.05 – Vortrag: Herrschaftsinstitution Hochschule: Über die Unterdrückung an der Uni

Nach langer Zeit halten wir am Dienstag den 23.05 unseren Vortrag: „Herrschaftsinstitution Hochschule: Über die Unterdrückung an der Uni“ wieder an der Ruhr-Uni. Los geht’s um 18.00 Uhr in GB vor der Cafeteria.

Universitäten gelten als Orte an denen frei gelernt und geforscht wird.
Meistens wird der Eindruck erweckt, jede*r könne sich frei entfalten und habe die gleichen Chancen zur Selbstverwirklichung.
Dabei sind alle Menschen an der Uni Unterdrückung ausgesetzt und die Hochschule spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt von Herrschaft – egal ob durch Prüfungszwang, Zulassungsbeschränkungen oder prekäre Arbeitsbedingungen. Kritisches Denken wird oft nur in dem Maße geduldet, wie es die Herrschaftsinstrumente und Hierarchien im System Uni nicht gefährdet.
Leben, lernen und Arbeit auf dem Campus sind geprägt von Konkurrenz, Wettbewerb und Leistungsdruck. Die Unterdrückungsmechanismen erstrecken sich über alle Fachrichtungen und gehen weit über Lehre und Forschung hinaus.
Wie sehen diese Formen der Unterdrückung also konkret aus? Wie unterscheiden sich die Zwänge die auf Student*innen, „Hilfskräfte“, wissenschaftliche Miarbeiter*innen, Professor*innen oder „nichtwissenschaftliche“ Mitarbeiter*innen einwirken? Und wie können wir gemeinsam gegen die uns betreffenden Herrschaft Widerstand leisten, um die Institution Uni zu überwinden?

Alternativer Ersti-Rundgang und Semesterparty

Wie jedes Semester veranstaltet die schwarze Ruhr-Uni, diesmal zusammen mit den Gruppen Antifa Café Bochum, der anarchistischen Hochschule Initiative (AhoI), Glitzer&Krawall, dem Black Pigeon und Lila Lautstark, am Donnerstag dem 11.05.2017, einen alternativen Ersti-Rundgang und eine alternative Semesterparty.

Alternativer Ersti-Rundgang

Wir zeigen euch spannende Ecken des Campus – Orte wie das politische Archive, den Frauen*raum. Dazu gibt es Anekdoten aus den Bildungsprotesten und zum rebellischen Leben und Lernen an der RUB. Außerdem wird die Frage beantwortet: Kommt mensch nach 21 Uhr eigentlich irgendwie in die Unigebäude rein? Los geht’s um 18 Uhr an der Uni-Verwaltung. Eine Rundgang nicht nur für Menschen im ersten Semester.

Alternative Semesterparty

Ab 20 Uhr wird am Gebäude HGB die inzwischen einzige selbstorgansierte Party an der Ruhr-Uni gefeiert – ungenehmigt und unkommerziell. Es gibt Bier für 1 Euro und auch günstige nicht-alkoholische Getränke sowie veganes Essen gegen Spende. Dazu ordentliche Partymusik. An Infoständen könnt ihr auch verschiedene linke und anarchistische Gruppen an der Uni, aus Bochum und dem Ruhrgebiet kennenlernen. Die Einahmen gehen in Antirepressionskassen und linke/anarchistische Projekte. Lasst uns feiern.