Archiv für Juni 2016

Küche für Alle am 28.06

Am Dienstag, dem 28.06. soll wieder eine Küche für Alle (KüfA) an der RUB
stattfinden. Die KüfA wird einmal im Monat von uns, der schwarzen
Ruhr-Uni (einer anarchistischen Gruppe an der RUB) organisiert.
Diesmal wird es Wraps mit Sojamedaillons, Salat und verschiedenen Saucen geben.

Warum „Küche für Alle“?

Viele Menschen können sich das Essen an der RUB (besonders nach
der Preiserhöhung des AKAFÖ) nicht mehr leisten. Und auch in der
restlichen Gesellschaft ist (veganes) Essen nicht für alle erschwinglich.
Dagegen wollen wir mit unserer monatlichen veganen KüfA in GB ein
Zeichen setzen. KüfA, das heißt: „Küche für Alle“. Deshalb nehmen wir
auch kein festes Geld für das Essen, welches wir verteilen, sondern
versuchen uns durch freiwillige Spenden zu finanzieren. Das reicht uns
jedoch noch nicht. Wir möchten uns nicht nur für günstigere
Essenspreise einsetzen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft in der es
genug(veganes) Essen für alle gibt und zwar umsonst!

Wir brauchen neue Ideen…

Wir organisieren die KüfA seit anderthalb Jahren und haben bereits die
verschiedensten Gerichte zubereitet. Inzwischen mangelt es uns an
neuen Ideen und suchen deshalb neue Rezepte. Wenn ihr also Ideen
habt, was wir als nächstes kochen sollen, schreibt uns an folgende
E-Mail Adresse: schwarze-ruhr-uni@riseup.net.

Wir freuen uns wenn ihr mitmacht…

Falls ihr Lust habt beim Verteilen des Essen zu helfen kommt um
11.00 Uhr in den Eingangsbereich von GB. Solltet ihr Interesse daran
haben euch in die Vorbereitung und Organisation einzubringen, dann
kommt mittwochs um 18.00 zum Plenum der schwarzen Ruhr-Uni vor
der Cafeteria von GB.

Wenn ihr einfach nur Hunger habt…

Solltet ihr einfach nur etwas essen wollen, kommt am 28.06 zwischen
11.45 und 14.15 Uhr i
n den Eingangsbereich von GB. Der KüfA Termin
für Juli wird auf unserem Blog: schwarzerub.blogsport.de angekündigt.
Wir haben auch einen Newsletter, über den die KüfA und andere Termine
verbreitet werden. Um euch einzutragen schreibt eine Email mit dem
Betreff „Newsletter“ an: schwarze-ruhr-uni@riseup.net

Weitere faschistische Aufkleber an der Ruhr-Uni

An der RUB ist es im letzten Semester vermehrt zu Naziaktivitäten gekommen. Neben Aufklebern mit der Aufschrift „Refugees Not Welcome“, gab es auch Schmiereien und antifaschistische Plakate wurden vermehrt abgerissen.

Rechtsruck an der RUB

Erneut sind rassistische und faschistische Aufkleber diesmal im Gebäude HGC aufgetaucht. Es sind Aufkleber mit u.a. der Aufschrift „Refugees Not Welcome“, „Islamisierung stoppen“ und der „Identitären Bewegung“. Mit der faschistischen „Identitären Bewegung“ arbeitet unter anderem eine Bochumer Burschenschaft (die VDST Breslau-Bochum) zusammen. Jener Burschenschaft erlaubte die RUB-Verwaltung vergangenes Jahr einen Stand auf der Blaupause, dem 50-Jährigen RUB-Jubiläum. Mitglieder der „Identitären“ griffen im April die Aufführung eines antirassistischen Theaterstück an der Uni-Wien an.

Das Problem wird klein gemacht

Der Rechtsruck an der Ruhr-Uni zeigt sich nicht nur an den vermehrten Auftauchen rassistischer Aufkleber, sondern auch daran, dass rassistische und nationalistische Äußerungen an der Uni häufiger werden. Dabei gibt es, werden diese Äußerungen bekannt, kaum eine Reaktion.
Im Mai wurden vom Arbeitskreis „Waas`n  hier los“ Flyer in der Vorlesung “Einführung in die Politikwissenschaft” von Herrn Lothar Waas verteilt. Diesem warfen sie ihm vor, in seinen Vorlesungen rassistische Äußerungen zu tätigen. Außer der Veröffentlichung von einem Artikel in der Bochumer Studierenden Zeitung (BSZ) gab es an der Uni keine weiteren Reaktionen. An der sozialwissenschaftlichen Fakultät und auch an anderen Fakultäten wurde das Thema tot geschwiegen.

Als im letzten Februar zahlreiche „Refugees Not Welcome“ Aufkleber auftauchten, wurde das ganze von der RUB-Leitung bewusst klein gehalten. Die korrekte Anzahl der Aufkleber wurde nicht veröffentlicht. Aus internen Quellen der Uni wissen wir, dass sie wesentlich höher lag, als die besagten drei und die Informationen absichtlich nicht nach außen gelangten.
Als einige Tage später Schmierereien an den Gebäuden HGB und HGC auftauchten, gab es keinerlei Statement der Universität dazu.

Wer tut was dagegen?

Bedauerlicherweise schweigen die meisten Institutionen der Uni zum Rechtsruck an der RUB.
Momentan sind der Arbeitskreis „Waas`n  hier los“, der AStA (auch wenn wir seine Inhalte nicht teilen und er auch momentan einige unschöne Dinge tut) und wir, die Einzigen welche ernsthaft etwas unternehmen – Fakultäten, Listen und Fachschaftsräte ignorieren die Situation größtenteils.

Was kann ich dagegen tun?

Solltest du Aufkleber, Flyer oder Plakate mit menschenfeindlichen Inhalten sehen, beseitige oder überklebe sie. Bevor du dies machst, dokumentiere diese bitte durch Fotos, und schicke diese per E-Mail an “schwarze-ruhr-uni[at]riseup.net”
Falls Dozent*innen oder Studierende sich rassistisch, nationalistisch oder faschistisch äußern, widerspreche ihnen. Wenn Menschen rassistisches, nationalistisches oder faschistisches Material auf dem Campus verbreiten, zeige ihnen das sie nicht willkommen sind.

Kein Fußbreit den Faschist*innen!

Entfällt aufs weitere: Spenden- und Handlungsaufruf zur Unterstützung der Geflüchteten in der Querenburger Straße – Kochaktion der Schwarzen Ruhr-Uni am Sonntag

UPDATE: Der Aufruf Lebensmittel zu spenden und unsere Kochaktion entfallen erst mal, da die Geflüchteten in die Zelte am Stadtrand gebracht wurden. Dort erhalten sie wieder Essen. Wir werden uns beraten und schauen was wir anderes zu Unterstützung der Geflüchteten tun können.

Am 31.5. sollten die Geflüchteten aus der Unterkunft an der Querenburger Str. 35 (Turnhalle Hans-Böckler-Schule) geräumt und in eine wesentliche schlechtere Unterkunft am Rand der Stadt gebracht werden, wo sie in Zelten leben müssten. Sie wehrten sich dagegen und harren seitdem weiter in der Querenburger Str. aus.
Inzwischen wurde ihnen Lebensmittel- und Sänitärversorgung genommen.

Die Versorgungslage

Aus diesem Grund sind die Geflüchteten daran gehalten, sich mit einem Taschengeld von je nur 4,78 EUR pro Tag zu versorgen, was völlig unzureichend ist.
Wir werden daher am Sonntagabend für die Geflüchteten kochen und rufen dafür zur Spende von Lebensmitteln auf. Unsere Kochaktion wird nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein sein, doch viel mehr können wir im Moment nicht stemmen. Wir rufen daher zur weiteren Unterstützung der Geflüchteten, z.B. in Form von Spenden auf.

Was kann ich tun um zu helfen?

Wenn du Essen hast, welches du den Geflüchteten zur Verfügung stellen möchtest:
Du kannst das Essen oder sonstige Spenden selbst zur Geflüchtetenunterkunft in die Querenburger Str. 35 bringen.
Am Sonntag, den 12. Juni 2016 bietet sich dir zudem die Möglichkeit, dass die Schwarze Ruhr-Uni das Essen direkt von dir zu Hause abholt und dann zur Geflüchtetenunterkunft bringt, um dort zu kochen. Wenn du daran Interesse hast, schreibe uns bitte eine E-Mail an schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net . Bitte denke daran, dass wir nur vegan kochen.

Für die Zukunft: Antistaatliche Hilfsstrukturen aufbauen

Wir wollen keine Ergänzung zur staatlichen Hilfe sein. Der Staat ist die Institution, welche die Geflüchteten erst in ihre Lage gebracht hat. Er schafft und erhält außerdem die Grenzen an denen gerade Tausende von ihnen sterben. Wie sich angesichts der Situation der Geflüchteten in der Querenburgerstraße zeigt, brauchen wir Strukturen der gegenseitige Hilfe, die bereit sind dem Staat zu widerstehen. In Athen wurden allein dieses Jahr bereits 12 Häuser von Anarchist*innen und Geflüchteten besetzt und zu Orten des gemeinsamen Lebens gemacht.
In Bochum gibt es genug Leerstand, der selbstverwaltbar wäre…
Der Staat und insbesondere die Polizei nimmt den Menschen die Häuser und nimmt den Armen die Mittel zum Leben in dem sie das Eigentum schützt. Organisieren wir und Handeln wir, um dem Staat die Kontrolle über das Leben der Geflüchteten und unserer aller Leben zu nehmen!