Archiv für Oktober 2015

Anarchistisches Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni

Ihr hab Lust andere freiheitlich gesinnte Menschen an der Ruhr-Uni und in Bochum kennenzulernen? In unserer
Gesellschaft sind wir mit unseren freiheitlichen Einstellungen oft vereinzelt. Dabei ist gerade der Austausch mit anderen Menschen und die gegenseitige Solidarität wichtig, um den Verhältnissen etwas entgegenzusetzen. Ihr wollt nicht mehr allein mit euren Vorstellungen von einem freien Leben und Kämpfen sein? Dann kommt zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am 11.11 um 18.00 Uhr vor der Cafeteria von GB.
Dabei ist es völlig egal ob ihr Student*innen, Dozent*innnen, Mitarbeiter*innen oder Menschen seit die gar nicht an der Uni (lohn-)arbeiten oder studieren. Es ist Raum für Alle da.
Lasst uns zusammen an der Überwindung von Staat, Kapitalismus, Patriarchat und allen anderen
Formen von Herrschaft arbeiten!
Reden wir darüber wie unsere Vorstellungen von Widerstand aussehen und machen wir uns ein paar Gedanken darüber, was wir in Zukunft und gemeinsam tun können.

Auf dem Treffen soll auch gemeinsam der neue Plenumstermin der schwarzen Ruhr-Uni festgelegt werden. Es gibt veganen Kuchen und heiße Getränke. Nach dem Treffen wollen wir dann noch zur Volxküche des Happa Happa Syndikates im Sozialen Zentrum fahren und den Abend gemeinsam mit gutem Essen ausklingen lassen.

Einladung der schwarzen Ruhr-Uni zur alternativen Semsterstartparty und zum alternativen Erstirundgang

Alternativer Erstirundgang

Die dunkle, unbekannte Seite des Campus kennenlernen!

Am Donnerstag, den 29. Oktober veranstalten wir einen alternativen Erstirundgang, bei dem wir Euch die wirklich spannenden Ecken des Campus zeigen wollen. Der Treffpunkt ist um 18 Uhr vor der Univerwaltung.

Was sind die Orte studentischer Selbstverwaltung, der Frauenraum oder das politische Archiv an der RUB? Wo kann mensch wild plakatieren, was hat es mit den Kameras an den Einfahrten auf sich und warum riecht es hinter dem GC-Gebäude ständig nach Gras. Warum sind die Unigebäude eigentlich nach 21 Uhr geschlossen und was kann mensch dagegen tun? Warum wurden in den letzten Jahren das Audimax, das „Q“, das HZO10 oder das Rektorat im Rahmen von Studiprotesten besetzt? Und woher kommt eigentlich das dumpfe Pochen aus dem Keller des NB-Gebäudes?

Auf diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam eine Antwort suchen.

Achtung: der Rundgang ist eine Mischung aus Politthriller und Horror-Splatter und somit nichts für zartbesaitete Nerven. Festes, wasserdichtes Schuhwerk wird empfohlen

Alternative Semesterstartparty

Am Donnerstag, den 29. Oktober laden wir Euch außerdem unter dem Motto „Gegen Grenzen und Verbote“ zur alternativen Semesterstartparty ein. Der coolste Party des Semesters! Musikalisch gibt es einen bunten Mix (keine Helene Fischer!), für Bier (1€) und andere günstige Getränke wird gesorgt und das Ganze wird abgerundet durch veganes Essen (gegen Spende). Der Erlös geht wie immer an Polit-Projekte in Bochum und Umgebung – in diesem Semester an den Abschiebestop Ruhr, das Bochumer Antifa-Cafe und die schwarze Ruhr-Uni. Das Ganze geht los um 20.00 Uhr vor Gebäude HGB.

Gegen Grenzen …
Wir müssen hier hoffentlich nicht erwähnen warum wir gegen Grenzen sind. Es ist uns wichtig in diesen Zeiten durch das Motto eine klare Botschaft zu senden. Warum? Das könnt ihr jeden Tag in den Nachrichten über rassistische Angriffe und die Abschottung an den Grenzen sehen. Wir wollen, dass alle Menschen sich frei bewegen und selbstbestimmt Leben können. Wir können den aktuellen Ereignissen in diesem Aufruf nicht gerecht werden, möchten euch an dieser Stelle aber ans Herz legen Euch damit auseinanderzusetzen.

… und Verbote

An der Ruhr-Uni glaubt das Rektorat immer noch bestimmen zu können nur weil es irgendwer gewählt hat. Das ist nicht mit unserer Vorstellung von selbstbestimmtem Lernen, Lieben und Leben in Freiheit vereinbar.
Ach und unkommerzielle studentische Partys auf dem Campus sind de facto auch weiterhin verboten, wie schon in den letzten Semestern. Die alternative Semesterstartparty an der RUB findet übrigens bereits zum 18. Mal statt – wie immer unangemeldet.
Also: Verbote niedertanzen und Grenzen niederreißen!

01.11: Gründungstreffen einer anarchistischen Gruppe Bochum

Die Bürgermeister*innenwahlen in Bochum sind vorbei. Was haben sie uns gezeigt? 67% der Wahlberechtigten glauben anscheinend, dass Wahlen bedeutungslos sind und nichts ändern. Wir glauben das auch. Es wird Zeit daraus Konsequenzen zu ziehen! Das Ankreuzen irgendeines Namens auf einem Zettel ändert nichts, deshalb werden wir jetzt gemeinsam anfangen zu handeln.
Die Idee einer freien Gesellschaft wollen wir aus den kleinen versteckten Orten am Rand der Gesellschaft herausgetragen und praktische Alternativen zum Kapitalismus aufbauen.
Um eine gemeinsame Struktur für anarchistische Kämpfe zu bieten, wollen wir in Bochum eine anarchistischen Stadtgruppe gründen. Von dieser Gruppe ausgehend wollen wir ein breites Netzwerk aufbauen. Denn auf dem anarchistischen Organisierungstreffen haben wir nicht nur festgestellt, dass es viele motivierte Menschen gibt, die an verschiedenen Themen arbeiten wollen. Es gibt auch bereits Gruppen und Projekte, die selbstorganisiert an einer anderen Welt arbeiten.

Jede*r ist sich der Unterdrückung in unserer Gesellschaft mehr oder weniger bewusst und viele Menschen versuchen in einzelnen Bereichen etwas zu verändern. Wir glauben jedoch, dass egal ob es in unseren Kämpfen um Klimawandel, Umweltzerstörung, Sexismus, Sexualität und Beziehungen, Lohnarbeit, Rassismus, Hilfe für Flüchtlinge, Wohnen oder öffentliche Mobilität geht – wir am stärksten sind, wenn wir unsere Kämpfe gemeinsam führen! Es ist uns wichtig aufzuzeigen, dass alle diese Unterdrückungsformen zusammenhängen. Es ist nur möglich ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen, wenn alle Menschen frei sind, respektvoll und solidarisch miteinander umgehen. Eine Gesellschaft auf dieser Basis/ ohne Herrschaft bezeichnen wir als Anarchie

Willst du auch jetzt an ihrem Aufbau arbeiten, dich nicht länger von anderen bestimmen lassen und darauf warten dass Politiker*innen deine Hoffnungen immer wieder enttäuschen?
Dann komme am 1. November um 16 Uhr ins Soziale Zentrum in der Josephstr. 2 .
Lasst uns allen, die uns unterdrücken und allen, die sich mit uns aus dieser Unterdrückung befreien wollen, eine klare Ansage machen: Eure Wahlen waren gestern, unsere Zukunft bestimmen WIR!
Quelle