Archiv für September 2015

Anfangen zu Handeln – Letzte Erinnerung ans Anarchistische Organisierungstreffen am 26.09

Wir wollten nochmal alle Menschen an das anarchistische Organisierungstreffen am 26.09 erinnern (Unseren Aufruf finde Ihr hier). Das Treffen findet im Sozialen Zentrum in der Josephstr. 2 statt und beginnt um 14,00 Uhr.
Bedauerlicherweise findet parallel an diesem Tag in Dortmund eine Demo unter dem Motto: „Solidarität mit ALLEN Geflüchteten!“ (http://agdo.blogsport.eu/2015/09/13/solidaritaet-mit-allen-gefluechteten-demo-am-26-september/) statt. Wir halten auch die Demo für sehr wichtig. Ihr müsst selber entscheiden wo Ihr hingeht, ob Ihr kurzfristig Eure Ablehnung für Grenzen/ Rassismus/ Nationalismus auf der Straße zeigen wollt (es ist gerade sehr wichtig, dass Menschen das tun) oder Ihr Euch eher am mittel – und langfristigen Widerstand und am Aufbau von radikalen Alternativen beteiligen wollt (das ist gerade auch sehr wichtig).

Ansonsten für veganes Essen ist gesorgt.
Kommt alle! Lasst uns uns organisieren, damit wir anfangen können die Grenzen dieser Welt und unseres Lebens zu Fall zu bringen! Refugees welcome! Everybody welcome!

Der Anarchistische Infostand auf dem Alsenfest – Ein wirklich großartiger Tag


Anarchismus in Bochum!

Wie wichtig es ist anarchistische und libertäre Strukturen in Bochum aufzubauen hat sich gestern durch das große Interesse der Alsenfestbesucher*Innen gezeigt. Wie im Vorfeld bereits angekündigt platzierte sich das Trio aus dem libertären Buchladen „Blackpigeon“, der Unigruppe „Schwarze Ruh-Uni“ und dem Infostand „Schwarzes Brett“ auf dem Alsenfest in Bochum.
Im Laufe des Tages gab es viele nette, interessierte und solidarische Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Besonderes Interesse erweckte dabei das bereits angekündigte Organisierungstreffen am 26.09.2015 im SZ Bochum, zudem jetzt hoffentlich noch mehr Menschen kommen werden.
Gut angekommen sind auch unsere Zusatzangebote. Das Glücksrad wurde vor allem von jungen Menschen zwischen null und zehn Jahren wahrgenommen. Ein unendlicher Wissensdrang und die Süßigkeiten waren wohl der Auslöser dafür. Auf dem Glücksrad sind fünf Farben zu sehen gewesen zu den jeweils Fragen ausgearbeitet wurden. Bei jedem Dreh des Glücksrades wurden daher Fragen zu den Themen Antikapitalismus/Alternatives Wirtschaften, Rassismus, Ökologie/Umwelt, Feminismus/Queer oder Anarchismus gestellt. Da es kein richtig oder falsch gibt gewann hier jede*r.
Außerdem haben wir Falafelrollen auf Spendenbasis angeboten. Da wir alles los geworden sind gehen wir davon aus, dass es geschmeckt hat.
Im Allgemeinen fanden wir das Alsenfest durchaus gelungen und denken, dass Straßenfeste sowieso eine super Sache sind, um Menschen zusammen zubringen. Eine echte Bereicherung für alle Menschen. Auffällig waren die vielen “Refugees Welcome” Banner und andere Solidaritätsbekundungen mit geflüchteten Menschen. Ein gutes Zeichen. Wir wünschen uns in Zukunft viel mehr selbstorganisierte Straßenfeste dieser Art.
Ein Dank gilt allen Menschen, die das Fest besucht und organisiert haben. Wir sehen uns am 26.09. oder bei einer anderen Gelegenheit!


Alles verändern!


Am Stand ist ordentlich was los 1


Am Stand ist ordentlich was los 2


lecker Essen


Das Glücksrad

Quelle

Anarchistischer Infostand auf dem Alsenstraßenfest

Wir werden als Zusammenschluss verschiedener anarchistischer Gruppierungen aus Bochum und Umgebung mit einem Infostand am Alsenfest teilnehmen.
Das Fest findet am 20.09.2015 von 11 bis 22 Uhr in Bochum auf der Alsenstraße statt.
Der Zusammenschluss besteht aus der Schwarzen Ruhruni, dem Infostand “Schwarzes Brett“ und dem Black Pigeon.
Die Schwarze Ruhruni will anarchistische Theorie und Praxis an der RUB verbreiten. Darüber hinaus will sie den Aufbau starker, anarchistischer Strukturen an Hochschulen und in Bochum unterstützen.
Der Infostand will vor allem Basisbildungsarbeit leisten, indem er Buttons, Aufnäher und co gegen Spende anbietet, um Infomaterial über Anifaschismus, Nazis, Anarchismus und verschiedene gruppenbezogene Menschenfeindlichkeiten verteilen zu können.
Das “Black Pigeon” ist ein libertäres Buchladenkollektiv aus Dortmund. Das Kollektiv versucht ein umfangreiches Angebot an Büchern, Zeitungen, Broschüren und anderen Materialien zur Verfügung zu stellen.
Es ist uns ein gemeinsames Anliegen auf dem Alsenfest Präsenz zu zeigen und Menschen anarchistische Ideen näher zu bringen. Wir wollen zum Nachdenken, Diskutieren und Selbstorganisieren anregen. Langfristig hoffen wir, dass ernst zunehmende, anarchistische Strukturen in Bochum entstehen.

Letzte Aktionen gegen die Wahlen

Freitagnachts haben wir ein Transparent mit der Aufschrift „Handeln statt Stimme abgeben“
In der Kortumstraße aufgehangen, am Samstag in Bochum Ehrenfeld Flyer in Briefkästen geworfen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag waren wir unterwegs, um in der Nähe von Wahllokalen Plakate gegen die Wahl aufzuhängen. Außerdem haben wir einen Text veröffentlicht warum auch linke Parteien keine Alternative für uns sind.
Mit unseren Aktionen wollten wir auch noch einmal auf das anarchistische Organisierungstreffen am 26.09 aufmerksam machen.Gebt nicht einfach eure Stimme ab, sondern fangt an selbständig zu denken und handeln!
Einige Anarchist*innen, die sich organisieren (wollen).

Quelle

Bericht: Flyeraktion auf Kundgebung gegen die AfD: Radikale Lösungen statt falsche Alternativen

„Wir waren heute bei den Protesten gegen die „Alternative für Deutschland“ auf dem Husemannplatz. Unsere Schätzungen nach waren dort ca. 200 – 250 Menschen. Die AfD dürfte um 70 – 100 mobilisiert haben. Positiv war, dass der Gegenprotest relativ nah an die Kundgebung der AfD kam und die AfD relativ gut isolierte. Was uns allerdings negative aufgefallen ist das Fehlen von inhaltlicher Kommunikation nach Außen. Fast alle Transparente und Schilder der Demo waren der AfD zu gewandt, so das viele Menschen die durch die Innenstadt liefen nicht wussten was dort stattfand.

Wir selber haben Flyer verteilt, die sich in radikaler Weise mit der AfD und auch dem Rassismus und Klassismus der anderen Parteien auseinandersetzten. Hier deren Text:

Flyer gegen die AfD
Radikale Lösungen statt falsche Alternativen

AfD? „Igitt…“

In der Kritik an der AfD sind sich die meisten Antifaschist*Innen, Linken und auch selbsternannten Demokraten recht schnell einig. Die AfD vertritt rassistische, sexistische und nationalistische Positionen. Das stimmt. Die Kritik an den menschenverachtenden Positionen der AfD ist richtig und wichtig, aber uns geht es um mehr.

Was die AfD sonst noch vertritt

Bei allen Debatten um die neue PEGIDA-freundliche Ausrichtung der Partei unter Frauke Petry nach dem Parteitag in Essen, darf nicht die weitere Gründungsidee und Ausrichtung der Partei vergessen werden. Ursprünglich war die AfD nämlich als Gegnerin des Euros und der EU-„Rettungs“politik angetreten. Dabei inszenierte sich die AfD eben als Alternative, wie der Name schon verrät, zu der von der deutschen Regierung und der Troika durchgedrückten Politik. Zwar ist uns diese Politik natürlich auch zuwider, allerdings hat die AfD keinesfalls eine für die Bevölkerung sinnvolle oder auch nur erträgliche Politik im Sinn.

Die gleiche Politik nur unsozialer und rassistischer

Sie vertritt eine zutiefst kapitalistische und marktradikale Politik. Auch der Rassismus der AfD reicht weiter als der einiger anderen Parteien Auf Parteitagen werden Beiträge gegen die „Invasion von Scheinasylanten“ beklatscht. In den Sportauschuss der Stadt schickte die Bochumer AfD jemanden mit Kontaken zu einer faschistischen Hooligangruppe. Im Bereich Sexismus hebt die AfD sich hervor. So verbreitete die Jugendorganisation der AfD im Internet ein Plakat mit der Aufschrift: „P(r)o Vielfalt in Europa“ auf dem mehrere im Bikini gekleidete „Frauen“ von hinten abgebildet waren. Die klare Linie der Partei ist es auch einen Unterschied zwischen „Männer“ und „Frauen“ zu konstruieren und sie äußert sich klar gegen Feminismus.

Grundlagen unserer Gesellschaft: Rassismus, Ausbeutung, Sexismus und Nationalismus

Eine der Grundlagen unserer Gesellschaft ist der Glaube Menschen müssten von Natur aus miteinander (um Ressourcen) konkurrieren. Aus diesem Weltbild entsteht die Rechtfertigung für die Abwertung anderer. Auch die Union benutzt Sprüche wie „das Boot ist voll“. Auch die SPD hat die letzte Asylrechtsverschärfung mit beschlossen. Und selbst wenn Linkspartei oder Grüne mitregieren gibt es weiter Abschiebungen. Auch die Verschärfung der sozialen Lage durch Hartz4, verabschiedet von der SPD und Grünen, soll hier nicht vergessen werden. Auch ein Großteil der Linkspartei will den Kapitalismus (Ausbeutung) nicht abschaffen, sondern nur „sozialer machen“.

Die echte Alternative (gegen Deutschland):

Anarchist*innen glauben, dass Menschen zur Zusammenarbeit in der Lage sind ohne die gegenseitige Freiheit zu beschränken. Grenzen und Staaten und die Ausbeutung durch den Kapitalismus lehnen wir ab. Rassismus, Sexismus und Nationalismus wollen wir bekämpfen. Eine solidarische Welt kann nur auf der Freiheit aller beruhen und nicht auf Zwang. Wir wollen auch nicht mit Parteien zusammenarbeiten, weil sie rassistische, kapitalistische oder nationalistische Politik machen und allgemein das System tragen das uns unterdrückt. Eine alternative zu „Engagement“ in Parteien ist es sich in selbstorganisierten Gruppen zu organisieren. Wenn du daran Interesse hast und dich für eine Welt ohne Grenzen, Unterdrückung uns Ausbeutung einsetzen willst, komme zum anarchistischen Organisierunsgstreffen am 26.09 um 14.00 Uhr im Sozialen Zentrum in der Josepshstr. 2
Mehr Infos: anarchiebochum.blogsport.eu



Quelle