Archiv für Juni 2015

Veganismus – Zwischen Lifestyle und politischer Praxis

Der Veganismus erfreut sich in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit. Es gibt vegane Magazine, Restaurants, und vegane Köche reden in Talkshows über Essen und manchmal sogar über Ethik. Im Vortrag soll der Blick auf die verschiedenen Legitimationen und Strömungen des heutigen Veganismus gerichtet werden. Dabei werden sie insbesondere im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Funktion oder gar ihr gesellschaftskritisches Potential betrachtet.

Bei guten Wetter wollen wir parallel zum Vortrag (vegan) grillen. Jede*r, die*der sich beteiligen will sollte was mitbringen.

18.Juni nächste Küfa

Küche für alle:
Gegen Hunger und Kapitalismus! Für die Anarchie*!

Viele Menschen können sich das Essen an der Uni (insbesondere nach der Preiserhöhung des Akafö) nicht mehr regelmäßig leisten. Und auch in der restlichen Gesellschaft ist gutes (veganes**) Essen nicht für alle erschwinglich. Dagegen wollen wir mit unserer monatlichen veganen Küfa*** in Gebäude GB ein Zeichen setzen.
„Küfa“; das heißt Küche für alle. Deshalb nehmen wir auch kein festes Geld für das Essen, das wir verteilen, sondern versuchen es durch freiwillige Spenden zu finanzieren. Selbstverständlich reicht uns das noch nicht.
Wir möchten uns nicht für günstigere Essenspreise einsetzen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft in der es genug (veganes) Essen für alle gibt und zwar umsonst!
Wenn ihr das auch wollt, einfach nur die Preiserhöhung des Akafö satt habt, es euch nervt das es kaum veganes Essen an der Uni gibt oder ihr einfach nur Hunger habt: Kommt zu unserer veganen Küfa vor der Cafete von GB.
Nächster Termin: Donnerstag der 18.Juni von 11.45 bis 14.15 (oder eventuell früher wenn alles verteilt ist.)
Es gibt: Falafel im Fladenbrot mit Salat und 2 Saucen.

* Der Begriff Anarchie kommt aus dem Altgriechischen und beschreibt einen gesellschaftlichen Zustand ohne Herrschaft.
** Essen ohne Bestandteile tierischen Ursprungs wie Fleisch, Milch, Honig etc.
*** Wir verteilen ausschließlich veganes Essen, weil wir uns sowohl gegen die Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen, als auch die anderer Tiere einsetzen. Außerdem sind die ökologischen Auswirkungen von tierischen Produkten (z.B. deren CO2 Bilanz oder Flächenverbrauch) im Vergleich zu nicht-tierischen enorm.

„Aktion Blaues Wunder“

Anscheinend haben einige antiauthoritäre Aktivist*innen Flyer bei der Blaupause verteilt, die Aktion finden wir gut und möchten sie hier dokumentieren:

„Am 6.6. verteilten Aktivisten des ASTA – Aktion gegen Staat, Terror und Ausbeutung auf dem 50-jährigen Jubiläum der Ruhr Universität Flyer. In diesen wiesen sie zum einen auf die Teilnahme rechter Burschenschaften am Unifest, und Politikverbote auf selbigem hin. Zudem wurde über die rassistische Politik von Bochums Oberbürgermeisterin Otillie Scholz hingewiesen, die ebenfalls am Festakt teilnahm.

Im Folgenden dokumentieren wir den Flyer:

Refugees Welcome!

Die Oberbürgermeisterin von Bochum, Ottilie Scholz unterzeichnete kürzlich einen Brief der Ruhrgebiets OB´s an die Ministerpresidentin von NRW, Hannelore Kraft, in dem diese die Abschaffung der Einzelfallprüfung bei Flüchtlingen auszusetzen, selbst wenn es sich um besonders schutzbedürftige Menschen handelt oder dadurch Familienbünde zerissen werden um diese schneller abschieben zu können.

Damit wird der Mythos der sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“ bestärkt und rassistischer und rechtspopulistischer Hetze Vorschub geleistet.

Abschiebungen nehmen den Menschen ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Wer Menschen Abschiebt nimmt Aarmut, Verfolgung und Tod dieser Menschen bewusst in Kauf! Jede Abschiebung ist rassistisch!

Wir als freiheitsliebende Menschen wollen nicht mit OB Scholz feiern!

Kein Mensch ist illegal, Grenzen überwinden!

Vorsicht! Radikale Inhalte! Weiterlesen verboten!

In letzter Zeit bemüht sich die Ruhr Universität unangenehmen politischen Gruppen die Arbeit zu erschweren. Während reaktionäre Burschenschaften und bürgerliche Parteien auf dem Unijubiläum wilkommen sind werden Menschen die sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung einsetzen ausgeschlossen. Einerseits werden Linksradikale durch die Gleichsetzung mit Rechten verunglimpft, andererseits werden teilweise rechtsextreme und vom Verfassungsschutz beobachtete Burschenschaften auf der Festmeile toleriert. Damit bekennt die RUB Farbe: Braun!

Für einen konsequenten Antifaschismus!

ASTA – Aktion gegen Staat, Terror und Ausbeutung

Quelle