Archiv für Mai 2015

Alles ist politisch! Farbe bekennen gegen die Ruhr-Uni!

Erklärung der schwarzen Ruhr-Uni zur Repression gegen politischen Gruppen an der RUB

In den letzten Wochen sind die Verbotsmaßnahmen gegen politische Gruppen an der Ruhr-Uni wieder zum Thema geworden. Grund hierfür sind die Aktionen des „Unterstützungskreis Politikverbot“ und mehrere Berichte in der BSZ zum Thema. Es ist unklar, ob es sich bei dem „Unterstützungskreis Poliktverbot“ um eine Satire handelt oder es wirklich eine Gruppe von Leuten, außerhalb der Univerwaltung, gibt, die gegen Politik auf dem Campus vorgehen möchten.
Dass die Univerwaltung hinter der Aktion steckt scheint aber unwahrscheinlich. Diese nutzt andere Mittel um politische Aktivitäten an der Uni zu unterdrücken.

Das Problem heißt Univerwaltung

Eine Gruppe die Flyer für ein Politikverbot verteilt und dabei Veranstaltungen stört ist vielleicht ärgerlich, sie hat aber nicht die gleiche Macht ein Politikverbot durchsetzten wie die Univerwaltung.
Durch den letzten Artikel der BSZ wird deutlich, dass auch andere politische Gruppen massive Probleme bekommen wenn sie Räume an der Uni nutzten wollen.
In ihm zitiert der SDS die Univerwaltung, die angibt, dass nur „registrierte“ Gruppen Räume bekommen, eine Registrierung aber nicht mehr möglich sei.
Als Anarchist*innen lehnen wir es ab uns registrieren zu lassen, dies ist ein eindeutiges Mittel der Überwachung und Kontrolle. Dass die Möglichkeit zur Registrierung und somit der formelle Weg Räume für politische Veranstaltungen zu beschaffen nicht mehr besteht, zeigt dass die Aufgabe der Universität als Institution in unserer Gesellschaft nicht die Schaffung von Freiräumen ist. Ihre Hauptaufgabe ist es verwertbare Arbeitskräfte für den (kapitalistischen) Markt zu produzieren und uns so zu erziehen und unter Kontrolle zu halten, dass wir nicht gegen Herrschaft und Ausbeutung aufbegehren.
Mehr zu diesem Thema findet sich in unserer Broschüre „Herrschaftsinstitution Hochschule“. Uns ist klar: Solange die Universität als Herrschaftsinstitution und die Unileitung/verwaltung als über uns bestimmende Autoritäten bestehen, wird sie versuchen unser Engagement für eine freie Gesellschaft zu verhindern.

Gesinnungsausschlüsse beim Uni-Jubiläum

Nicht nur während des regulären Universitätsbetriebes finden Versuche seitens der Unileitung statt ihr unangenehme Aktivitäten und Meinung zu unterdrücken. Bei der Blaupause können Anarchist*innen/ „Linksextremist*innen“ nach der Streckenordung von der „Festmeile“ verwiesen werden. Der bloße Verdacht „linksextrem“ zu sein, zum Beispiel auf Grund des Aussehens, reicht bereits aus um ausgeschlossen werden zu können:
„2. Der Veranstalter duldet keine … links-, ausländer- und rechts*extremen* … Tendenzen. Daher können Personen, die insbesondere von ihrem äußeren Erscheinungsbild in Zusammenhang mit ihrer politischen Einstellung den Eindruck einer solchen extremen Haltung erwecken, von der Veranstaltung ausgeschlossen werden. […] Weiterhin können Personen, die eine solche extreme Haltung durch Fahnen, Propagandamaterial oder Ausrufe darstellen, von der Veranstaltung ausgeschlossen werden. (2. § - https://www.blaupause-rub.de/haus-und-streckenordnung-1)“

Die Extremismustheorie: Freiheitsliebende Menschen werden mit Nazis gleichgesetzt

Die Uni verwendet hier die Extremismustheorie. Diese definiert alle Menschen, die vermeintlich oder tatsächlich die Demokratie Ablehnen als „Extremist*innen“. Sie setzt Anarchist*innen, die Herrschaft, Ausbeutung und Menschenfeindlichkeit ablehnen mit Nazis gleich die Menschenfeindlichkeit und Unterdrückung propagieren. Die Extremismustheorie ist unwissenschaftlich und ihr Hauptzweck ist die Legitimation der Verfolgung von Menschen, die gegen die bestehende Herrschaftsordnung aufbegehren.

Burschenhaften bei der Blaupause: Ein klares Zugeständnis an rechte Eliten

Während freiheitlich gesinnte Menschen von der Blaupause ausgeschlossenen werden können,
haben die reaktionären Burschenschaften, Corps und Verbindungen Tische bei der Blaupause erhalten.
Diese studentischen Verbindungen verbreiten rassistisches, sexistisches und nationalistisches Gedankengut. Einige deutsche Burschenhaften haben auch Kontakte und Mitgliederüberschneidungen mit nationalsozialistischen Gruppen. Sie stellen so oft ein wichtiges Bindeglied zwischen rechten Eliten im Staat/ der restlichen Gesellschaft und organisiertem Faschismus dar. Mehr Infos zu den Verbindungen hier.
Antifaschistischer Widerstand geht nur ohne die Institutionen des „demokratischen“ Staates, weil diese nur gegen faschistisches Gedankengut vorgehen solange es nicht ihren Interessen dienlich ist.
Wir fordern alle Menschen mit freiheitlicher Einstellung auf Farbe zu bekennen gegen die Ruhr-Uni.
Angesichts unzähliger Anschläge auf Geflüchtetenlager, der Toten durch die Abschottung der EU-Ausgrenzen und dem Erstarken von faschistischen Bewegungen wie PEGIDA dürfen wir die Toleranz gegenüber menschenfeindlichen Einstellungen der bürgerlichen Mitte nicht länger hinnehmen. Wir müssen Faschismus, Rassismus und Nationalismus mit aller Kraft bekämpfen!

Meinungsfreiheit? Müssen wir schaffen und verteidigen!

Jede Regierung, jeder Staat, jede Unileitung die in der Lage ist unsere Rechte zu schützen, kann uns diese auch wieder wegnehmen. Dass die Unileitung dazu bereit ist, zeigt das Verbot der Meinungsäußerung bei der Blaupause und die Verbote politischer Veranstaltungen.
Der einzige Weg die Sicherheit zu haben, dass wir uns frei äußeren können ist die Schaffung dezentraler Netzwerke von Menschen und Gruppen, die ohne Hierarchie funktionieren.
Wir brauchen nicht nur die Freiheit unsere Meinung zu sagen, wir brauchen auch die Kontrolle über unsere Leben zurück, damit wir auch gemäß unserer Meinungen handeln können!
Diese Netzwerke sollten die Aufgaben übernehmen, die bisher hierarchische Strukturen für sich vereinnahmen und gleichzeitig in der Lage sein Angriffe von Institutionen wie der Univerwaltung abzuwehren.

Freiheit schaffen heißt Widerstand leisten

Wenn wir eine wirklich freie Gesellschaft aufbauen wollen müssen wir mit Angriffen durch die Hierarchien und Autoritäten der bestehenden Gesellschaft rechnen. Deshalb ist es wichtig nicht nur eigene selbstverwaltete Strukturen aufzubauen, sondern die Funktion der uns unterdrückenden Institutionen aktiv zu stören um Freiräume für eigenes Handeln zu schaffen.

Was wir als nächstes vorhaben: Reclaim the campus!

Unsere Strategie ist unsere Inhalte mehr an öffentlichen Orten zu verbreiten und wieder politisches Leben auf den Campus zu bringen. Als nächste Aktionen/ Veranstaltungen wird es
am 22.05 unserer erstes veganes Do it Yourself Grillen vor HGB geben (mehr Infos hier).
Damit wollen wir den Grillverboten und der Vertreibung studentischen Lebens durch die Uni Widerstand leisten. Es bietet auch die Möglichkeit gemeinsam über weitere Aktionen gegen die Unileitung zu diskutieren.
Am 2. Juni wird es vor der Cafete von GB einen Bastelworkshop geben in dessen Anschluss wir den Campus verschönern wollen (Mehr Infos hier ).
Wenn ihr euch über weitere Aktionen informiert werden wollt schaut regelmäßig auf unseren Blog
oder lasst euch per Mail an schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net auf unseren Newsletter eintragen.

Machen wir uns gemeinsam auf zum Widerstand gegen die Universität und für ein freies Leben!

Soliaktion mit dem AZ-Wuppertal und den von Repression betroffenen Anarchist*innen in Spanien/Action in solidarity with the autonomous centre in Wuppertal and the anarchists facing repression in Spain

In Solidarität mit unseren Genoss*innen im AZ-Wuppertal und unseren Genoss*innen, die der Repression des spanischen Staates ausgesetzt sind, haben wir zwei Transparente an Gebäuden der Ruhr-Uni angebracht.

Auf einem steht:

„In unserem Herzen Ihr und die Freiheit. Auch ich bin Anarchist*in“

Anarchist*innen in Spanien sind heute immer öfter Repressionen des spanischen Staates ausgesetzt.
Informationen über die neusten Repressionswellen findet ihr hier:
https://libcom.org/news/spain-ongoing-wave-repression-against-anarchists-05042015
Viele Anarchist*innen sind verhaftet und im Gefängnis, aber wo auch immer unsere Genoss*innen sind, sind Sie und der Wunsch nach Freiheit aller in unserem Herzen.

Das andere lautet:

„Weiterkämpfen AZ-Wuppertal“

Vor einigen Wochen wurde ein Besucher des Autonomen Zentrums Wuppertal von rechten Angreifern/ nazis ( bequatschen) niedergestochen und schwer verletzt. Wir wünschen ihm eine gute Genesung und den anderen Genoss*innen in Wuppertal die Kraft ihren Kampf fortzusetzen und der Bedrohung einer Räumung Widerstand entgegenzusetzen.
Mehr hier:
http://www.az-wuppertal.de/2015/04/13/besucher-des-autonomen-zentrums-durch-messerangriff-schwerverletzt/
http://www.az-wuppertal.de/2015/04/24/eine-zweite-erklarung/
http://de.contrainfo.espiv.net/2015/05/02/wuppertal-autonome-1-mai-demonstration-2015/
http://de.indymedia.org/node/4465

In unserem Kampf sind wir mit Genoss*Innen auf der ganzen Welt verbunden.
Wir glauben, dass die beste Antwort auf Repression der Aufbau einer Bewegung ist, die stark ist im Kampf für eine Welt ohne Faschismus und Herrschaft.

- schwarzegekleidete, pinke Anarchist*innen mit Glitzer im Haar

Quelle

In Solidarity with our comrades in the autonomous centre in Wuppertal and the comrades who face the repression of the Spanish state we placed two banners on buildings of the Ruhr-University.

One says:

„In our hearts you and freedom. I am anarchist too.“

Anarchists in Spain today face more and more repression by the Spanish state.

Information about the newest waves of repression is available here:
https://libcom.org/news/spain-ongoing-wave-repression-against-anarchists-05042015
A lot of anarchists are arrested and in jail, but wherever our comrades are they and the wish for freedom for everbody are always in our hearts.

The other one says:

„Keep fighting autonomous center Wuppertal!“

A few weeks earlier a visitor of the autonomous centre in Wuppertal was stabbed and critically injured by right-wing offenders/nazis (discuss in forum). We wish him a quick recovery and the other comrades in Wuppertal the strength to ressist the threat of eviction of the autonomous centre.
You can find more information here:
http://en.contrainfo.espiv.net/2015/05/03/wuppertal-autonomous-may-1st-demonstration/

In our fights for freedom we are connected with comrades all over the world.
We believe that the best answer to repression is to set up a strong movement able to fight for a world without fascism and authority.


– Black-clothed pink anarchists with glitter in their hair.

Source

2.6.: Für mich soll es schwarze Rosen regen – Bastelworkshop

Für mich soll es schwarze Rosen regnen

Es ist Zeit etwas Farbe in das Grau des Campus zu bringen!
Lasst uns uns gemeinsam basteln und anschließend den Campus verschönern.
Für alle die noch keine Idee haben, was sie basteln wollen wird es am Anfang des Workshops eine Kurzvortrag zu anarchistischer Symbolik geben. Wir werden Materialien bereit zu halten Wenn ihr noch was mitbringt wie (Sprüh-)Kreide, (buntes)Papier, Pappe, Stoff, Farbe, Folien, Stifte umso besser. Am Ende werden wir dann mit unseren Kunstwerken und Mitteln den Campus verschönern. Es gibt (veganen) Kuchen.

D.I.Y. – Grillen

Monatliches D.I.Y. – Grillen:

Holt die Grillzangen raus, packt die schwarzen Flaggen ein, bereitet die Gemüsespieße vor und mariniert die Tofuschnitzel! Wir ergrillen uns den Campus!
Unser veganes Grillen funktioniert nach dem Prinzip: Do it Yourself.
Alle bringen etwas mit, wir stellen den Grill und sorgen für Musik.
Wenn ihr auf tierische Produkte nicht verzichten wollt, müsst ihr einen eigenen Grill mitbringen.
Wir sind gegen die Ausbeutung von Menschen und allen anderen Tieren, deshalb kommen bei uns keine tierischen Produkte auf den Grill.
Das Grillen ist auch ein guter Anlass um andere freiheitlich denkenden Menschen an der Uni kennenzulernen.
Außerdem wollen wir etwas gegen die (Grill-)Verbote an der Uni tun und den Campus wieder mit Leben füllen.
Der nächste Termin ist: 22.05 ab 16.00 Uhr vor HGB

Vortrag: Alles verändern – Anarchismus eine Einführung

Wenn du etwas Beliebiges verändern könntest, was wäre es?
Würdest du für den Rest deines Lebens Urlaub machen?
Dafür sorgen, dass fossile Brennstoffe aufhören Klimawandel zu verursachen?
Während das Bestehende unserer Welt und unser Leben immer mehr einengt und
zerstört, scheint die Idee kompletter Selbstbestimmung ein utopischen
Traum zu sein.
In der Zeitung: Krieg, Hunger, Grenzen – In der Uni: Leistungsdruck, Konkurrenz und Kontrolle. Leben wir in einer freien Gesellschaft? In den Medien wird uns gesagt Anarchie bedeute Chaos und Zerstörung.
Dabei streben Anarchist*innen eine Welt ohne Chaos und Zerstörung die Kapitalismus und
andere Formen von Herrschaft verursachen an.

Der Vortrag soll eine Einführung in Theorie, Praxis und Kuchen des Anarchismus geben.
Außerdem soll geklärt werden warum Anarchist*innen alles Formen von hierarchischen
Institutionen wie Staaten oder (kapitalistische) Märkte ablehnen.
Am Ende sollen auch kurz anarchistische Gegenkonzepte zum Bestehenden vorgestellt werden.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur weitergehenden Diskussion.
Es gibt (veganen) Kuchen für Alle!

Dienstag der 12.Mai um 18.00 Uhr vor der Cafete von Gebäude GB